Digitaler Wandel: Warum die meisten Projekte scheitern – und wie Sie es besser machen

von | Aug. 29, 2025

Viele ambitionierte Digitalprojekte scheitern nicht an der Technologie, sondern am fehlenden kulturellen Wandel. Die Einführung einer neuen Software, sei es Office 365, ein neues ERP-System oder KI-Tools, ist nur der erste Schritt. Der wahre Erfolg hängt davon ab, wie die Menschen diese Werkzeuge nutzen.

Ein häufiger Fehler, den ich in Unternehmen immer wieder sehe: Alte, papierbasierte Denkweisen werden einfach in die neue digitale Welt kopiert. Anstatt sich zu fragen, wie wir jetzt besser und effizienter zusammenarbeiten können, werden alte Akten einfach digital abgelegt. Das Ergebnis? Mehr Chaos, nicht weniger.

Das System (Unternehmen) reagiert auf digitalen Wandel

Wenn Sie ein neues Tool einführen, bringen Sie damit etwas völlig Fremdes in ein eingespieltes System. Dieses System, Ihr Unternehmen, hat seine eigenen festen Gewohnheiten und Abläufe. So wie Sie sich an das Sortieren von Papierakten gewöhnt haben, hat sich das gesamte Unternehmen an bestimmte Kommunikationswege gewöhnt.

Der Widerstand gegen Veränderungen kommt deshalb nicht von bösem Willen. Er ist eine natürliche Reaktion. Die neue Technologie schafft Unsicherheit und stellt vertraute Abläufe infrage. Mitarbeiter sehen darin eine Bedrohung für das, was sie kennen und was bisher gut funktioniert hat.

Führen Sie das System (Unternehmen) durch den digitalen Wandel

Wahre Veränderung entsteht erst dann, wenn sich das gesamte System anpasst. Wenn Sie nur die Werkzeuge austauschen, ohne die Verhaltensmuster und Kommunikationswege zu hinterfragen, bleibt Ihr Unternehmen in alten Mustern stecken.

Ihre Aufgabe als Führungskraft ist es, diese Unsicherheit zu kanalisieren und in eine Form zu bringen, die für das System verarbeitbar ist. Sie können die Veränderung nicht einfach von oben verordnen, denn Kommunikation lässt sich nicht befehlen. Stattdessen müssen Sie das System dazu anregen, sich selbst zu verändern. Was Sie dafür brauchen, ist eine Führung, die den Wandel aktiv gestaltet:

  • Eine Vision als Orientierung: Eine klare Vision ist keine bloße Strategie. Sie ist ein Angebot, eine Perspektive, die Ihrem Team hilft, die neue Art der Kommunikation zu akzeptieren. Sie reduziert Unsicherheit und gibt dem System einen neuen Orientierungspunkt.
  • Vorbildfunktion als Wegweiser: Leben Sie die neue Arbeitsweise vor. Zeigen Sie, dass die neue Form der Kommunikation funktioniert und schaffen Sie Vertrauen durch Transparenz. Glaubwürdigkeit entsteht durch Handeln, nicht durch bloßes Reden.
  • Offene Kommunikation statt Silos: Brechen Sie Silos bewusst auf. Jedes Silo hat seine eigene Kommunikationslogik. Die Einführung von kollaborativen Plattformen zielt darauf ab, diese internen Logiken aufzubrechen und eine systemweite, offene Kommunikation zu fördern. Schaffen Sie ein „offenes Bürogebäude“ in der Cloud, in dem Informationen transparent geteilt werden.

Veränderung ist anstrengend. Aber sie ist nur dann nachhaltig, wenn Sie die Kultur mitnehmen. Jede digitale Investition ist nur so gut wie die Menschen, die sie nutzen.

Wie gehen Sie vor, um Ihre Teams nicht nur digital, sondern auch kulturell für den Wandel zu begeistern?

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